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Versinnlichung Kants transzendentaler Schematismus und seine Revision in der Nachfolge

Von Lidia Gasperoni

2016 | De Gruyter (externe Seite)

Sprache: Deutsch
Seiten: 349
ISBN: 978-3-11-047617-0


Wird die Verbindung von Materie und Form, Begrifflichkeit und Sinnlichkeit,
von Sinnlichem und Unsinnlichem zum Problem, so geistert in der Geschichte
der Philosophie seit der Antike der Begriff des Schemas herum und ist auch
heutzutage etwa in Theorien der Verkörperung zentral. Während Kant das
Schema als Bedingung der Bedeutungsentstehung versteht und in kritischer
Absicht von Bildern, Zeichen und Symbolen abgrenzt, ordnen Maimon,
Hamann, Herder, Hegel und später Plessner dem Schematismus sinnliche und
sprachliche Prozesse einer Morphogenese zu. Diese Revisionen geben Anlass zu
einer neuen Theorie des Schematismus, in welcher der Versinnlichung der
Status einer transzendentalen Bedingung der Verkörperung zukommt. So
verstanden hat Versinnlichung als systematischer Kern der aktuellen Sprachund
Erkenntnistheorie zu gelten.